Rinteln liegt malerisch im Wesertal und ist aufgrund der Fachwerkarchitektur der Altstadt eine der attraktivsten Städte Niedersachsens. Die Stadt entstand aus einem kleinen Dorf namens Rentene, welches schon im 11. Jahrhundert erwähnt wurde. Die Stadtrechte wurden Rinteln 1238 verliehen, als in dem Ort auch ein Benediktinerkloster angesiedelt war. Die Stadt wurde als bedeutender Zoll- und Handelsstandort an der Weser wohlhabend. Von ihrer Blüte zeugen die prächtigen Bauten der Altstadt im so genannten Stil der Weserrenaissance, die heute hervorragend restauriert die Stadt Rinteln so attraktiv als Ausflugsziel machen. Der Aufschwung hielt bis in das 17. Jahrhundert an, als in Rinteln sogar eine lutherische Universität gegründet wurde, die allerdings in Folge der napoleonischen Kriege 1809 geschlossen wurde. Rinteln ist heute ein Zentrum für den Abbau von Sand, Kies und Gestein.

Der Mittelpunkt Rinteln ist der alte Marktplatz, wo der Ratskeller zu einem Trunk oder einem Essen einlädt und die Stadtkirche St .Nikolai aufragt. Sehenswert ist auch das ehemalige Rathaus, welches eigentlich aus zwei benachbarten Gebäuden besteht. Das Rathaus wurde im Kern schon im 13. Jahrhundert errichtet und dann im Renaissance-Stil erweitert. Der Marktplatz ist mit seinen reich verzierten Fachwerkhäusern, den vielen Erkern, Giebeln, Muschelornamenten, Rosetten und Gesimsen eine schöne Kulisse für einen Bummel durch Rinteln, das neuerdings auch eine schön gestaltete Fußgängerzone hat. Im Sommer rinnt ein kleiner „Bach“ durch die Gassen, was das Altstadt-Flair perfekt macht.

Wer sich für die Geschichte Rintelns und Umgebung interessiert, dem sei ein Besuch des Museum Rintelns empfohlen, das auch eine Schau zu einer dunklen Epoche der Weserregion zeigt, nämlich der Zeit der Hexenverfolgungen. Ein Industriedenkmal ist der Untere Eisenhammer, in dem alte Handwerkstechnik und ein original erhaltener Eisenhammer aus dem 19. Jahrhundert bestaunt werden kann.